Sicheres Passwort erstellen — warum dein Hund kein gutes Passwort ist

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Dein Haustier plus Geburtsjahr. Das ist bei den meisten das Passwort. Oder eine Variante von "Passwort123!" — weil die Website ein Sonderzeichen verlangt hat. Und dann dasselbe Passwort auf 30 verschiedenen Seiten.

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Ariznex Team
10 Min. Lesezeit

Der Name vom Hund plus Geburtsjahr. Das ist bei den meisten Leuten das Passwort. Oder irgendeine Variante von "Passwort123!" — weil die Website halt ein Sonderzeichen und eine Zahl verlangt hat. Und dann wird genau dieses Passwort auf 30 verschiedenen Seiten benutzt.

Ich will hier keine Moralpredigt halten. Du weißt selbst, dass das nicht ideal ist. Das Problem ist: Ein sicheres Passwort ausdenken und merken ist nervig. Genau dafür gibt es diesen kostenlosen Passwort-Generator — einmal klicken, ein Passwort bekommen, das kein Supercomputer in Millionen Jahren knackt, kopieren, weiter.

Warum sichere Passwörter wirklich wichtig sind

Ein konkretes Szenario. 2024 wurden 10 Milliarden Passwörter aus verschiedenen Datenlecks veröffentlicht. Wenn dein Netflix-Passwort "Bello2019" war und du dasselbe für dein E-Mail-Konto benutzt hast, hat jemand jetzt Zugang zu deinem Postfach. Mit dem Postfach kann er dein Bank-Passwort zurücksetzen. Mit dem Bankzugang... du siehst, wohin das führt.

Das ist kein Worst-Case-Szenario. Das passiert tausendfach am Tag. Der ganze Angriff basiert auf zwei Sachen: schwache Passwörter und dasselbe Passwort überall. Wenn du beides vermeidest, bist du gegen diese Art von Angriff praktisch immun.

Ein Passwort wie $k9#mP2x!vR7@qLw kann nicht erraten werden. Es steht in keinem Wörterbuch. Es taucht in keiner geleakten Datenbank auf. Und wenn eine Seite gehackt wird, sind deine anderen Konten sicher — weil jedes Passwort anders ist.

Wie lang muss ein Passwort sein?

Länge schlägt Komplexität. Ein 20-Zeichen-Passwort aus nur Kleinbuchstaben ist schwerer zu knacken als ein 8-Zeichen-Passwort mit Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ungefähre Knackzeiten bei aktueller Rechenleistung:

Passwort-TypLängeKnackzeit
Nur Zahlen8 ZeichenSofort
Nur Kleinbuchstaben8 Zeichen5 Minuten
Groß- und Kleinbuchstaben + Zahlen8 Zeichen1 Stunde
Alles + Sonderzeichen12 Zeichen34.000 Jahre
Alles + Sonderzeichen16 ZeichenBillionen Jahre
Alles + Sonderzeichen20 ZeichenLänger als das Universum existiert

Der Sweet Spot für die meisten: 16 Zeichen mit allen Zeichentypen. Das ist auch die Voreinstellung in unserem Generator. Für besonders sensible Sachen — Haupt-E-Mail, Krypto-Wallet, Server-Zugang — lieber 20-24 Zeichen.

"Ich kann mir das doch nicht merken" — Passwort-Manager

Sollst du auch nicht. Kein Mensch merkt sich $k9#mP2x!vR7@qLw. Dafür gibt es Passwort-Manager.

Ein Passwort-Manager speichert alle deine Passwörter in einem verschlüsselten Tresor. Du merkst dir ein einziges Master-Passwort. Alles andere wird automatisch ausgefüllt. Gute Optionen:

  • Bitwarden — kostenlos, Open Source, exzellent. Meine Empfehlung, wenn du bisher nichts benutzt.
  • 1Password — ca. 3 €/Monat, sehr gut gemacht, guter Familientarif.
  • Apple Schlüsselbund — kostenlos, wenn du komplett im Apple-Ökosystem bist. Reicht für die meisten.
  • Google Passwort-Manager — in Chrome eingebaut. Okay, wenn du überall Chrome nutzt.

Der Ablauf ist simpel: Hier ein starkes Passwort generieren → kopieren → im Passwort-Manager speichern → nie wieder dran denken. Beim nächsten Login füllt der Manager es automatisch aus.

5 Passwort-Fehler, die ständig passieren

  1. Überall dasselbe Passwort. Als LinkedIn 2012 gehackt wurde, haben Leute, die dasselbe Passwort anderswo benutzt hatten, ihre E-Mail, Dropbox und mehr verloren. Ein Leak, totale Übernahme.
  2. Persönliche Infos verwenden. Name vom Haustier, Geburtstag, Straßenname — all das ist online findbar. Wenn es etwas über dich verrät, ist es ein schlechtes Passwort.
  3. "123" oder "!" anhängen und denken, es wäre jetzt sicher. "Passwort123!" ist kein sicheres Passwort. Hacker wissen über diesen Trick Bescheid. Ihre Tools probieren diese Variationen automatisch durch.
  4. Auf Phishing reinfallen. Kein noch so starkes Passwort hilft, wenn du es auf einer gefälschten Login-Seite eingibst. Immer die URL prüfen, bevor du Zugangsdaten eintippst. Ein Passwort-Manager hilft hier — der füllt auf einer falschen Domain schlicht nichts aus.
  5. Zwei-Faktor-Authentifizierung ignorieren. Selbst ein perfektes Passwort kann abgefischt werden. 2FA (SMS, Authenticator-App oder Sicherheitsschlüssel) ist die zweite Schutzschicht. Mindestens für E-Mail, Bank und Social Media einrichten.

Sicherheitsfragen richtig beantworten

"Wie heißt dein Haustier?" — das weiß jeder, der deinen Instagram-Account kennt. "In welcher Stadt bist du geboren?" — steht vermutlich auf Facebook.

Sicherheitsfragen sind furchtbare Sicherheit. Der Trick: Behandle sie wie zusätzliche Passwortfelder. Für "Mädchenname der Mutter" generierst du ein zufälliges Passwort und trägst das ein. Frage und Antwort speicherst du in den Notizen deines Passwort-Managers. Niemand wird erraten, dass der Mädchenname deiner Mutter 7Kp#xR9 ist.

So funktioniert unser Generator technisch

Drei Dinge, die dich interessieren sollten:

  1. Läuft komplett im Browser. Das Passwort wird auf deinem Gerät erzeugt. Nichts wird übers Netzwerk geschickt. Du kannst das Internet trennen, ein Passwort generieren, und es funktioniert trotzdem. Wir können buchstäblich nicht sehen, welches Passwort du bekommen hast.
  2. Kryptografische Zufälligkeit. JavaScript's crypto.getRandomValues() greift auf den Zufallszahlengenerator deines Betriebssystems zu. Das ist dieselbe Quelle, die auch für HTTPS-Verschlüsselung verwendet wird. Nicht Math.random() — das wäre vorhersagbar.
  3. Nichts wird gespeichert. Keine Cookies. Kein localStorage. Keine Datenbank. Die Passwort-Historie auf der Seite lebt nur im Arbeitsspeicher. Tab schließen = weg.

Kannst du selbst überprüfen: Entwicklertools öffnen, auf den Netzwerk-Tab gehen, Passwort generieren. Null Netzwerk-Anfragen. Null.

Frequently Asked Questions

Wie lang sollte ein sicheres Passwort sein?

Mindestens 16 Zeichen für wichtige Konten wie E-Mail und Online-Banking. 12 Zeichen sind für unwichtige Accounts akzeptabel. Jedes zusätzliche Zeichen macht das Knacken exponentiell schwieriger.

Ist dieser Passwort-Generator sicher?

Ja. Die Passwörter werden mit der kryptografischen Web-Crypto-API deines Browsers erzeugt. Es werden keine Daten übers Netzwerk geschickt, nichts gespeichert. Du kannst das selbst überprüfen: Öffne die Entwicklertools, gehe auf den Netzwerk-Tab und generiere ein Passwort — null Anfragen.

Soll ich Sonderzeichen in meinem Passwort verwenden?

Ja, wenn die Website es zulässt. Sonderzeichen vergrößern den Zeichenpool von ca. 62 auf 88+, was Brute-Force-Angriffe deutlich erschwert. Manche alten Seiten erlauben bestimmte Zeichen nicht — dann einfach das Passwort länger machen.

Was ist Passwort-Entropie?

Entropie misst die Zufälligkeit in Bits. Höher = schwerer zu erraten. 60 Bit ist okay, 80 Bit ist gut, 100+ Bit ist ausgezeichnet. Ein 16-Zeichen-Passwort mit allen Zeichentypen hat typischerweise 100+ Bit Entropie.

Brauche ich für jede Website ein anderes Passwort?

Ja. Ohne Ausnahme. Ein Datenleck und jedes Konto mit demselben Passwort ist kompromittiert. Benutze einen Passwort-Manager — du musst dir dann nur ein Master-Passwort merken.

Welchen Passwort-Manager empfehlt ihr?

Bitwarden — kostenlos, Open Source, sehr gut. Für Apple-Nutzer: der integrierte Schlüsselbund. Für Chrome-Nutzer: der Google Passwort-Manager. 1Password kostet 3 €/Monat und hat einen guten Familientarif.

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